Kaffeepadmaschine

In Sekundenschnelle können Sie sich mit einer Kaffeepadmaschine leckeren, heißen Kaffee zuhause selbst brühen. Dabei stehen die Maschinen mittig zwischen Kaffeevollautomaten und Filtermaschinen was Preis, Leistung und Aufwand angeht. Schon für unter 100 € erhalten Sie inzwischen auch Geräte, die dank Zusatzfunktionen nicht nur Cafe Crema, sondern auch Spezialgetränke wie Latte Macchiato, Cappuccino oder Kakaogetränke zubereiten können. Sogar Tee lässt sich mit zusätzlichen Wasserdüsen zubereiten. Im Gegensatz zu Kapselmaschinen aber steht bei einer Kaffeepadmaschine der ökologische Aspekt im Vordergrund: Die Pads sind aus umweltfreundlichem, kompostierbarem Zellstoffmaterial hergestellt. Wesentlich umweltschonender also als Kapseln aus Aluminium. Dennoch spricht für Einige der Kauf teurer Kaffeepads gegen die Benutzung einer Padmaschine – doch der Kaffeepadmaschine Test zeigt, dass dank Permanent-Filtern inzwischen auch Kaffee mit dem hauseigenen Kaffeepulver gebrüht werden kann.

* Preis wurde zuletzt am 20. Januar 2017 um 6:04 Uhr aktualisiert.

* Preis wurde zuletzt am 19. Januar 2017 um 21:20 Uhr aktualisiert.

Die Funktion einer Kaffeepadmaschine

Heutzutage gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten, seinen Kaffee zuzubereiten. Die verschiedenen Möglichkeiten unterscheiden sich vor allem in Aufwand und Geschmack des Kaffees. Am modernsten ist die Kaffezubereitung auf Knopfdruck, mit der sich inzwischen sogar zwei Kaffeetassen gleichzeitig zubereiten lassen. Das Prinzip ist dabei denkbar einfach: Pro Tasse wird ein Kaffeepad in den dafür vorgesehenen Padhalter gelegt. Der Deckel wird geschlossen und eine Tasse unter die Düse gestellt. Nachdem Sie den Knopf für eine oder zwei Tassen gedrückt haben wird genau abgemessenes Wasser auf durchschnittlich bis zu 90 °C erhitzt. Mit ca. 2 bar (das unterscheidet sich je nach Gerät) wird dieses dann bis zu 50 Sekunden lang durch das Kaffeepad gedrückt. Die Herstellungsart gleicht dabei einer herkömmlichen Espressomaschine, allerdings wird weniger Druck und weniger heißes Wasser verwendet. Außerdem werden durch den Zellstoff des Pads Bitterstoffe und Gerbsäuren gefiltert.

Handelt es sich um umfangreichere Modelle ab 100 Euro, haben Sie oftals zusätzliche Möglichkeit wie: die Stärke einzustellen, erhitzte Milch hinzuzufügen oder Wasser für Tee extra zu erhitzen.

Kaffeepadmaschinen im Vergleich

Der Klassiker unter den Padmaschinen

Der Aufbau einer simplen Padmaschine ist denkbar einfach. Meist handelt es sich um ein Gerät mit nicht mehr als drei Tasten: Ein Schalter für das Ein-/Ausschalten, einen für 1 Tasse und einen für 2 Tassen. Für die Zubereitung eines klassische Café Crema reicht das auch völlig aus. Im Jahr 2001 brachte Senseo die erste Maschine auf den Markt, die es vor allem Einzelhaushalten und Kleinfamilien erleichtern sollte, Kaffee in kleinen Mengen zu zubereiten. Vor allem für eine Person lohnt sich oft das Aufbrühen einer ganzen Kanne Filterkaffee nicht und die Anschaffung eines Vollautomaten ist meist zu teuer. Die klassische Padmaschine ist daher ideal – schlicht, aber effektiv.

Modelle mit erweiterten Funktionen

Die klassischen Modell und ihre Funktionen wurden in den letzten Jahren um zahlreiche Funktionen erweitert. Das Prinzip eines Kaffees für eine Person ist zwar noch erhalten geblieben, die Möglichkeiten des Kaffeegenusses haben sich aber erweitert. Schon früh hat die Marke Philipps Pads mit Milchpulver auf den Markt gebracht mit denen man Latte Macchiato, Cappuccino und andere Milchgetränke zubereiten konnte. Diese haben sich aber geschmacklich nie ganz durchgesetzt. Daher haben einige Modelle inzwischen auch die Funktion eines Milchaufschäumers, um so auch einem Vollautomaten näher zu kommen. Sämtliche Kaffeekreationen, ja selbst Kakao, lassen sich so denkbar einfach herstellen. Unser Favorit im Kaffeemaschine Test, die Maschine Senseo Latte Duo, hat sogar vorinstallierte Rezepte. Andere Modelle, wie beispielweise die Petra Electric KM 42.17 haben mehrere Düsen, die zusätzlich auch heißes Wasser für Tee aufbrühen können.

Darauf sollten Sie beim Kauf einer Kaffeepadmaschine achten

Was sagt die Wattzahl aus?

Wenn es um den Vergleich von Kaffeepadmaschinen geht, spielt die Wattzahl eine große Rolle. Dadurch wird bestimmt, wie heiß das Wasser in der Maschine werden kann. Als Faustregel gilt in diesem Zusammenhang: Je höher die Wattzahl, umso höher auch die Temperatur für Kaffeegetränke. Schaut man sich Maschinen mit einer geringen Wattleistung an (z.B. einige to-go-Modelle) wird das Wasser nicht stark genug erhitzt. In Folge dessen können nicht alle Aromastoffe entfaltet werden. Kaffees, die mit einer geringen Wattzahl gebrüht werden schmecken daher schnell wässrig. Mit stärkeren Kaffeesorten können Sie dem zwar entgegen wirken, sollten Sie jedoch nach einer Padmaschine für den regelmäßigen Gebrauch suchen, raten wir Ihnen zu einem Produkt ab einer Leistung von 1450 Watt.

Grundausstattung für eine Kaffeepadmaschine

Der Kaffeepadmaschine Test hat sich auf dem Markt umgesehen und empfiehlt, auf folgende Funktionen zu achten:

  • Brühstoppfunktion: Je nachdem ob eine oder zwei Tassen gebrüht werden, wird eine bestimmte Menge Kaffee von der Maschine abgegeben. Danach schaltet die Maschine den Brühvorgang von alleine ab, ohne dass vom Benutzer die Stopptaste gedrückt werden muss.
  • Eco-Modus: Nach durchschnittlich 30 Minuten der Nicht-Benutzung, schalten sich die Maschinen aus, um Energie zu sparen.
  • Höhenverstellbarer Kaffeeauslauf: Je nachdem, wie groß Ihre verwendete Tasse ist, können Sie den Kaffeeauflauf bis zu 10 oder 12 cm Höhe verschieben.

Padmaschinen Marken im Überblick

In Kooperation mit der Kaffeerösterei Douwe Egberts hat die Marke Philipps im Jahr 2001 die erste Kaffeepadmaschine auf den Markt gebracht und ist daher der bekannteste Name auf dem Padmaschinen-Markt. Doch Philipps als Traditionsunternehmen ruht sich nicht auf diesem Namen aus, sondern erweitert das Sortiment stets weiter. Durch die Marke Petra Eletric hat Philipps inzwischen Konkurrenz erhalten. Nach der Auffassung von Kaffeepadmaschine Test konnten sich vor allem die Modelle Petra Electric KM 42.17 und Petra Electric KM 34.07 durchsetzen. Gegenüber anderen Herstellern wie Philipp, WMF (Iono) oder Inventum überzeugt Petra vor allem durch einen eingebauten Anti-Kalk-Wasserfilter. Vor allem für Haushalte mit hartem Wasser wird daher ein Modell der Marke Petra empfohlen.

Reinigungstipps und Pflege

Wenn Sie Ihre Maschine regelmäßig reinigen und entkalken, können Sie die geschmackliche Qualität Ihres Kaffees lange bewahren. Bei einer gewöhnlichen Maschine können Sie die Einzelteile leicht zum Waschen herausnehmen. Entkalken ist etwas aufwändiger, Sie müssen diesen Vorgang aber auch nicht allzu oft durchführen.

Reinigung der einzelnen Bestandteile

  • Abtropfschale überprüfen: Ist diese voll, müssen Sie sie leeren und mit einem Tuch abwischen.
  • Kaffeedüsen prüfen: Prüfen Sie einmal im halben Jahr, ob aus den Düsen noch genug Kaffee heraus kommt. Sind sie verstopft kann es sein, dass sie tropfen oder kleckern. Reinigen Sie diese vorsichtig mit heißem Wasser.
  • Milchaufschäumer reinigen: Verfügt Ihre Maschine über einen Milchaufschäumer können Sie statt Milch, heißes Wasser durch den Schlauch spülen, um ihn zu reinigen.
  • Reinigung der Maschinenteile: Vieltrinker sollten einmal in der Woche alle Teile, die herausnehmbar sind (inklusive Padhalter) reinigen. Je nachdem sind diese spülmaschinenfest. Trinken Sie nicht so häufig Kaffee, wird eine Reinigung alle zwei bis drei Wochen empfohlen.

Entkalken der Maschine

Das Entkalken ist von Maschine zu Maschine unterschiedlich. Die handelsüblichen Maschinen verfügen meist nicht über eine automatische Entkalkfunktion. Kaffeepadmaschine Test hat allerdings drei Modelle mit Entkalkungserinnerung gefunden: favorisierter Testsieger Philips Senseo Latte Duo, der Preis-Leistungs-Champion Philips Senseo HD 7825/60 und die Petra Electric KM 42.17.

Für Senseo Modelle gilt beim Entkalken folgendes: Entkalkungspulver oder Tabletten werden in den vollen Wassertank gegeben und die beiden Tasten zur Größenauswahl anschließend gleichzeitig gedrückt. Stellen Sie dafür eine ausreichend große Schale unter die Düse, um das Wasser zu reinigen. Den Vorgang sollten Sie so lange wiederholen bis das Wasser klar ist.

Mit Permanentfiltern Abfall vermeiden

Bei Kaffeepad- und Kapselmaschinen gibt es einen entscheidenden Nachteil – der Verbraucher ist auf das Angebot der Hersteller angewiesen, die Pads beziehungsweise Kapseln für die eigene Maschine herstellen. Bei Pads haben Sie immernoch den Vorteil, dass es auch Padmarken gibt, die unabhängig vom Hersteller zu kaufen sind. Aber nicht alle Kaffeesorten, die Sie kaufen können, gibt es in Padform. Besitzen Sie eine Kaffeepadmaschine gibt es allerdings zwei Möglichkeiten, wie Sie Ihren Lieblingskaffee trotzdem in der Padmaschine brühen können:

  • Lose Padbeutel: Diese können Sie im Internet oder in Elektrofachgeschäften, Drogerien etc. kaufen. Dabei handelt es sich im Grunde um nichts anderes als einen Teebeutel. Diese Rohlinge können Sie dann nach Belieben mit Ihrem eigenen Kaffee füllen.
  • Permanent Filter: Eine wesentlich umweltfreundlichere Methode ist der Permanentfilter. Nachdem der Filter in die Padhalterung gelegt wurde füllen Sie ihn mit Kaffee, schließen Filter und Maschinendeckel und los geht’s! Es gibt inzwischen auch Padhalter, die mit einem integrierten Filter angeboten werden.

Kaffeepadmaschinen bei der Stiftung Warentest

Nach unserem Kenntnisstand gibt es keinen eigenen Test für Kaffeepadmaschinen bei der Stiftung Warentest. In der Ausgabe 10/2013 wurden jedoch einige Modelle mit Kapselmaschinen verglichen. Dabei schnitt die „Mutter aller Padmaschinen“, die Senseo HD 7825 am besten ab. Allerdings wurden keine Kaffeepadmaschinen mit Milchaufschäumer berücksichtigt, weshalb unser persölicher Testsieger nicht im Vergleich erscheint.

Vor- und Nachteile einer Padmaschine gegenüber Kapselvarianten

Vorteile:

  • im Schnitt sind Pads bis zu 75 % günstiger als Kapseln
  • durch den kompostierbaren Zellstoff sind Pads wesentlich umweltfreundlicher als Kapseln aus Kunststoff oder Aluminium
  • Pads haben eine Einheitsgröße. Im Gegensatz zur Kapselmaschine, bei der Sie auf einen Hersteller angewiesen sind, können Sie die Pad jeder Marke für jede Maschine benutzen.
  • Durch Padbeutel und Permanent Filter können Sie Ihren eigenen Kaffee brühen.

Nachteile:

  • Kapselmaschinen sind im Schnitt ein paar Sekunden schneller als Kaffeepadmaschinen.
  • Die Kapselmaschinen arbeiten mit einem höheren Druck, der vor allem für Espresso wichtig ist.

Fragen und Antworten zu Kaffeepadmaschinen

Kann ich die Kaffeetemperatur ändern?

Leider nicht, diese ist immer voreingestellt. Das Wasser für den Kaffee wird dabei auf ca. 90 °C erhitzt. Sollte Ihnen der Kaffee zu kühl vorkommen, kann es sein, dass Sie Ihre Maschine entkalken müssen. Der häufigste Grund für Temperaturnachlass bei Kaffeepadmaschinen ist eine Verkalkung.

Ist es möglich, einen Pad mehrfach zu benutzen?

Eigentlich ist es vom Hersteller nicht vorhergesehen, einen Pad mehrfach zu benutzen. Wenn Sie Testberichte bei Amazon lesen, werden Sie feststellen, dass einige Verbraucher dies trotzdem tun. Beispielweise nutzen einige Kaffeetrinker nur einen Pad für zwei Tassen, weil Ihnen das geschmacklich vollkommen ausreicht und der Kaffee ihnen so gut schmeckt. Entscheiden Sie selbst, was für Sie geschmacklich am besten ist.

Welche Kaffeepadmaschine ist die beste?

Wie mit dem Kaffee selbst ist auch die Frage nach der besten Kaffeepadmaschine eine Frage des persönlichen Geschmacks. Für Kaffeepadmaschine Test war es die Senseo HD 7855/60 Latte Duo, die hinsichtlich ihrer Daten, Nutzererfahrungne und Testberichten als Testsieger hervorgeht. Bei dieser Maschine finden Sie zahlreiche Extras – bis hin zum Latte Macchiato ist damit alles möglich! Der Klassiker Senseo HD 7825 ist für den einfachen Gebrauch in Singlehaushalten oder kleinen Familien eine phantastische Alternative.